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Beitrag im Rahmen der Rabbiner-Brandt-Vorlesung

##article.authors##

  • Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKIR)

##preprint.subject##:

Interreligiöser Dialog, Christentum, Judentum, Judenmission, Ablehnung, Messias, Eschatologie

Zusammenfassung

Präses Nikolaus Schneider stellt eine Christologie in seinem Beitrag vor, die theologisch begründet Judenmission ablehnt. Auf theologischen Errungenschaften wie dem „Kölner Nein zur Judenmission“ aufbauend (vgl. E.II_2008_12_14), zeigt er, warum es nicht christliche Aufgabe ist, Juden davon zu überzeugen, dass Christus der Messias ist. Er begründet dies nicht mit einer Zwei-Wege-Lehre zum Heil, die er zu einfach findet, sondern mit der dialektischen Aussage, dass die Juden die Messiasfrage offen halten, da nicht die Kirche der Weg für Juden und Jüdinnen zum Heil ist, dieser aber nicht an Christus vorbei gehen kann. Damit empfiehlt er der Kirche eine Christologie des eschatologischen Vorbehaltes, die die Messiasfrage offen lässt und damit einhergehend den Juden und Christen gemeinsamen Auftrag zum Zeugnis des Gottes Israels in der Welt allen Völkern. Schneider stellt dem ökumenischen Dialog und dem interreligiösen Dialog die christlich-jüdische Begegnungsform des innerbiblischen Dialogs gegenüber.

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Veröffentlicht

2009-09-17